Ein weiterer Jahrgang hat es geschafft: Wir gratulieren der Klasse TS24 herzlich zum erfolgreichen Abschluss der zweijährigen Weiterbildung zur staatlich geprüften Technikerin bzw. zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik.
Hinter den Absolventen liegen zwei intensive Jahre voller technischer Herausforderungen, neuer Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen. Neben der Vermittlung umfangreicher Fachkenntnisse standen insbesondere die eigenständige Entwicklung und Umsetzung anspruchsvoller Projekte im Mittelpunkt der Weiterbildung. Die letzten vier bis sechs Monate waren dabei geprägt von konzentrierter Projektarbeit, Konstruktion, Fertigung und der Umsetzung eigener Ideen – mit beeindruckenden Ergebnissen.
Von der Idee bis zur technischen Lösung
Die Abschlussprojekte der TS24 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Aufgaben moderner Technikerinnen und Techniker sind. Die Themen reichen von Fahrzeugentwicklung und Konstruktion über Digitalisierung und Fertigungstechnik bis hin zu Lösungen für Industrie und Forschung.
Dabei entstanden unter anderem folgende innovative Arbeiten:
- In Zusammenarbeit mit der PLEUGER Industries GmbH wurde eine Kühlung für einen Pumpenantrieb entwickelt und konstruiert, wobei die besonderen Einbaubedingungen des Systems berücksichtigt wurden.
- Für den Jetski Sea-Doo RXT entstand ein Prototyp zur Bugwellenverstärkung, um die Nutzungsmöglichkeiten beim Wakeboard- und Funtube-Fahren zu verbessern.
- Für die A+T Nutzfahrzeuge GmbH wurde ein Drehtisch zur Endmontage unterschiedlicher Chassis konzipiert und konstruiert, um Montageprozesse effizienter zu gestalten.
- Eine höhenverstellbare Montagevorrichtung zur Ein-Personen-Handhabung von Heckklappen an Transportern und Großraumlimousinen wurde entwickelt, um Arbeitsabläufe ergonomischer und sicherer zu machen.
- In Kooperation mit dem IFU Hamburg entstand eine geschwindigkeitsabhängige Halte- und Freigabemechanik für eine Vorrichtung zur Rekonstruktion von Pkw-Fußgänger-Kollisionen.
- Mit der Entwicklung einer additiv gefertigten Einzeldrossel-Einspritzanlage für den BMW-M52B25-Motor wurde gezeigt, welches Potenzial moderne Fertigungsverfahren im Fahrzeugbau bieten.
- Ein Warnsystem für ungeschützte Verkehrsteilnehmer an Fahrzeugen der Klassen N2 und N3 wurde konzipiert, um den seitlichen Gefahrenbereich beim Abbiegen sichtbar darzustellen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
- Die Entwicklung eines mikrocontrollerbasierten Bordcomputers für einen Toyota Aygo ermöglicht die Echtzeitdarstellung erweiterter Fahrzeuginformationen und verbindet Fahrzeugtechnik mit moderner Elektronik.
Diese Projekte verdeutlichen nicht nur die fachliche Breite der Weiterbildung, sondern auch die Fähigkeit der Absolventen, reale technische Problemstellungen strukturiert zu analysieren und innovative Lösungen zu entwickeln.
Wir blicken mit großer Freude und Stolz auf die Leistungen der TS24 zurück. Es war uns eine Freude, die Klasse während dieser wichtigen Phase ihrer beruflichen Entwicklung zu begleiten und sie auf ihrem Weg zu neuen Aufgaben in der Fahrzeug- und Mobilitätsbranche zu unterstützen.
Besonders hervorheben möchten wir Herrn Michal Arras, der die Weiterbildung als Jahrgangsbester mit einem herausragenden Notendurchschnitt von 1,0 abgeschlossen hat. Zu dieser außergewöhnlichen Leistung gratulieren wir herzlich!
Unser Dank gilt auch den Familien und Freunden unserer Absolventinnen und Absolventen. Ihre Unterstützung und ihr Rückhalt haben maßgeblich dazu beigetragen, dass diese anspruchsvolle Weiterbildung erfolgreich gemeistert werden konnte.
Mit dem Abschluss der TS24 beginnt für die neuen Techniker der nächste Abschnitt. Wir sind überzeugt, dass sie mit ihrem Wissen, ihrer Kreativität und ihrer Begeisterung für Technik die Zukunft der Fahrzeugentwicklung und darüber hinaus mitgestalten werden.
Weitere Einblicke in spannende Projekte und Aktivitäten unserer Technikerschule finden Sie auf unserem Instagram-Kanal.










Die AVM 19.2 feierte den erfolgreichen Abschluss. Seit Oktober 2019 hatte sich die Klasse auf eine Berufsausbildung vorbereitet und an der Schule Deutsch gelernt. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin, Keti Kasradse von Waitz, und dem Fachlehrerteam. Wie intensiv und erfolgreich diese 2,5 Jahre waren, wurde in den nächsten Stunden beeindruckend deutlich.
Schon bei der Begrüßung wiesen Schulleiter, Holger Garbelmann, und Abteilungsleiter, Klaus Golombiewski, darauf hin, wie stolz die Klasse auf ihre Leistungen und Fortschritte in der deutschen Sprache sein könne. Dieses Lob wurde am Ende in der Rede einer Mutter und im Feedback einer Lehrerin aus der BS22 noch einmal unterstrichen („So eine Klasse habe ich noch nie erlebt“).
Unter den Gästen war zudem eine Kollegin aus der BS3 (für Hauswirtschaft, Pflege und Agrarwirtschaft) aus Stade und die erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen aus dem vorhergehenden Jahrgang (AvM 16.1) von Frau Kasradse von Waitz.
Besonders anschaulich waren auch die Berichte von den abzuleistenden Berufs-Praktika, u.a. in einer Apotheke und einem Seniorenheim. Die nachgespielte praktische Prüfung zeigte sehr deutlich, wofür man gute Deutschkenntnisse so alles brauchen kann. Nicht nur, um beispielsweise bei der Fußpflege einfühlsam auf den Patienten einzugehen, sondern auch, um diplomatisch aus nicht ganz einfachen Small-Talk-Situationen herauszukommen („Sind Sie verheiratet? Ich habe noch einen tollen Enkel“).
Daraus gingen gleich zwei Preisträger hervor, – und der Plakatentwurf der Klasse wurde ebenfalls prämiert! In einem eigenen Videogrußwort betonte Bernd Stinsmeier, der Landesbeauftragten des Wettbewerbs in Hamburg, wie viel die Klasse mit ihrem persönlichem Einsatz erreicht habe. Und auch die Vertreterin der “ZEIT”-Stiftung, Rosa Oshoffa, die die Klasse eng begleitet hatte, lobte deren besonderen Einsatz: “Ihr habt gezeigt, dass Integration nicht bedeutet, sich unsichtbar zu machen, sondern für seine Rechte einzustehen.”
Bevor Keti Kasradse von Waitz selbst darauf zurückschaute, wie sie mit ihren Schülerinnen und Schülern gearbeitet hat – wie eine Gärtnerin, die verletzliche Pflanzen an neue Boden- und Klimabedingungen anpassen musste, alle unterschiedlich, die meisten pflegeleicht, manche anspruchsvoll, einzelne giftig, – kamen in einer bewegenden Videobotschaft und am Mikrofon noch einmal alle Schülerinnen und Schüler der Klasse zu Wort. Sie drückten aus, was die vergangenen Schuljahre mit ihrer Klassenlehrerin für sie bedeuteten: Sie hätten Hilfe bekommen, “ihre Wunschberufe zu finden” und: „Sie haben uns das Leben gezeigt!” und überreichten ihr zum Dank nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch noch eine beeindruckende Dankes-Torte.

































